glasboden-Petri-Schale
Eine Petrischale mit Glasboden stellt eine bedeutende Weiterentwicklung in der Laborausrüstung dar, indem sie die traditionelle Funktionalität einer Petrischale mit verbesserten optischen Eigenschaften kombiniert. Diese speziellen Gefäße verfügen über einen dünnen Glasboden, der nahtlos mit einer oberen Kammer aus Polystyrol oder Glas verbunden ist, wodurch ein ideales Umfeld für Zellkultur und hochauflösende Mikroskopie geschaffen wird. Der Glasboden, dessen Dicke typischerweise zwischen 0,13 und 0,17 mm liegt, bietet im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffschalen eine hervorragende Klarheit und minimale Autofluoreszenz. Diese Konstruktion ermöglicht es Forschern, detaillierte zelluläre Beobachtungen, Live-Cell-Imaging und Fluoreszenzmikroskopie durchzuführen, ohne die Integrität der Probe zu beeinträchtigen. Die Schalen sind in verschiedenen Größen erhältlich, üblicherweise mit einem Durchmesser von 35 mm bis 100 mm, wobei der Bereich des Glasbodens exakt zentriert ist, um optimale Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Die Bauweise sorgt für hervorragende chemische Beständigkeit, thermische Stabilität und Kompatibilität mit verschiedenen bildgebenden Verfahren, einschließlich konfokaler Mikroskopie und Phasenkontrastabbildung. Die Sterilität wird durch Gamma-Bestrahlung oder Ethylenoxid-Behandlung sichergestellt, wodurch sie für langfristige Zellkulturanwendungen geeignet sind. Der transparente Boden ermöglicht die direkte Visualisierung zellulärer Prozesse, Proteinwechselwirkungen und morphologischer Veränderungen in Echtzeit, während die umgebenden Wände den notwendigen Behälter und Schutz für das Kulturmedium bieten.